dienstag, 29. april 1997:

san diego: seaport village, corronado island


nach dem frühstück folgen wir mit unserem motorhome einmal mehr dem roten van von rolf und seiner familie. wir fahren nach san diego, wo wir das "seaport village" besuchen. "seaport village" ist ein hübsches einkaufsgebiet am hafen von san diego. aber nicht so, wie man die üblichen amerikanischen einkaufszentren kennt, nein, schon fast europäisch. in kleinen häusschen werden verschiedene dinge zum verkauf angeboten, vorallem kleider, schmuck und kunstgegenstände. in einem "art shop" werden gegenstände aus glas verkauft, die preise reichen bis $6000 und mehr. lasst bloss die kinder nicht in diesen laden, sonst gibt es einen teuren urlaub ! wir geniessen ein sandwich an der sonne und spazieren dann durch das romatische städtchen. es ist einfach überall schöner als daheim ! allerdings liegt auf der anderen seite der bucht ein riesiger flugzeugträger vor anker, in der luft schweben helikopter und militärflugzeuge, na ja, das passt auch nicht ganz zur romantik von "seaport village" ...

kurz nach dreizehn uhr zwängen wir unser motorhome wieder durch die enge ausfahrt des parkplatzes. über eine hohe, elegant geschwungene brücke gelangen wir auf "corronado island". etwa 50 zentimeter hohe betonklötze markieren den farbahnrand, daneben geht es wohl hundert meter in die tiefe. die betonklötze scheinen einfach hingelegt zu sein, ein geländer gibt es nicht. im sonst so "safety" verrückten amerika herzlich wenig aufwand, um einen möglichen sturz von der brücke zu vermeiden. wir gelangen jedoch unbeschadet auf die insel und parken unsere wagen am strand. der sandstrand ist riesig, trotzdem hat es kaum leute hier. über einen rollstuhlgängigen plastiksteg gelangen wir in die nähe des wassers. wir breiten unsere tücher aus und machen es uns bequem. die kinder beginnen, eine sandburg zu bauen. als einziger traue ich mich ins wasser, es ist gar nicht kalt. es ist flut, das wasser steigt unmerklich. plötzlich spült eine besonders grosse welle die halbfertige sandburg flach, die kinder verlegen ihre baustelle und beginnen auf's neue. gegen sechzehn uhr brechen wir auf.

wir fahren zum campingplatz "campland" an der mission bay. wir wollen dort die nacht verbringen, damit wir morgen rascher im "sea world" sind. gemeinsam mit der familie steeve geniessen wir ein BBQ. während die frauen das fleisch und die maiskolben vorbereiten und rolf das feuer entfacht, geniessen die kinder und ich den swimmingpool. der platz kostet stattliche $40 für eine nacht, dafür bietet er auch alles, was man verlangen kann: "full huck up" - also strom-, frischwasser- und abwasser-anschlüsse - zwei schwimmbecken, eine sprudelbad ("hot tub" oder "spa" genannt) und zahlreiche aktivitäten. zu unserem grosszügig angelegten platz direkt am meer gehören ein tisch mit bänken und ein grill. wir geniessen das köstliche abendessen, dann macht sie familie steeve auf den heimweg. als unsere kinder schlafen, geniessen susanne und ich das schwimmbad, beziehungsweise das sprudelbad. letzteres ist für schwangere ungeeignet, so dass meine frau auf dieses leider verzichten muss.


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usa97_0429.html / 10-jun-1997 (ra) / reto ambühler