mi, 16. april 1997:

fahrt refugio state beach - mcgrath state beach


auch heute ist wieder ein stück highway 101/US #1 angesagt. von der refugio state beach bis santa monica folgt die strasse mehr oder weniger unmittelbar der küste. die strasse ist durchgehend vierspurig und meistens richtungsgetrennt. nach einer guten halben stunde erreichen wir santa barbara, eine wunderschöne stadt mit viel spanischem einfluss. wir fahren aber diesmal vorbei und weiter bis ventura. hier befindet sich das visitor center des channel island national park. dies ist einer der ganz wenigen national parks in den "lower 48" (so werden die 48 zusammenhängenden staaten der USA genannt), die wir noch nicht besucht haben. das visitor center befindet sich am äussersten zipfel des hafens. der channel island NP schützt einen teil der kanal inseln, die vor ventura im pazifik liegen. eine insel ist im privatbesitz, andere wurden früher vom militär benutzt und sind nun an den national park service übergeben worden. die inseln werden von zahlreichen seevögel als brutplatz benutzt, daneben hat es seehunde in grosser zahl. im frühjahr und herbst ziehen die wale auf ihrer wanderung vom nördlichen eismeer zum golf von california in mexiko und wieder zurück hier vorbei. eine tonbildschau gibt uns einen überblick über diesen nationalpark. wir erkundigen uns nach besuchsmöglichkeiten. man verweist uns an die island packers, eine firma, die zusammen mit dem national park service ausflüge zu den inseln anbietet. wir entscheiden uns für einen ausflug nach anacapa east, müssen aber im büro der island packers erfahren, dass das schiff morgen schon völlig ausgebucht sei. wir machen deshalb eine platzreservation für freitag, halten uns aber offen, dass wir morgen früh hierher kommen und schauen, ob es nicht doch noch platz hat für uns.

nun fahren wir zur nahen mcgrath state beach. hier hat es einen riesigen campground. die freundliche rangerin am eingang schlägt uns einen bestimmten platz vor und meint: "everyone loves this spot". wenn uns der platz nicht gefällt, dürfen wir gerne einen anderen aussuchen und ihr dies dann melden. das ist ein sehr unübliches verfahren. normalerweise fährt man kreuz und quer durch den campground, bis man einen platz gefunden hat und registriert sich dann am eingang. als wir aber feststellen, wie riesig der campingplatz ist, verstehen wir das vorgehen. zudem ist der platz wirklich gut gewählt, wir bleiben. rund um den stellplatz für das motorhome hat es hohe hecken. durch eine schmale öffnung gelang man auf eine wiese mit tisch und grill. weil die plätz in einem kreis angeordnet sind, hat so jeder seine privatsphäre. es hat dutzende solcher kreise, die wiesen dazwischen sind so gross wie ein halbes fussballfeld - platz im überfluss. wir essen eine kleinigkeit, dann spazieren wir zum sandstrand hinunter. katrin ist im buggy eingeschlafen, ich schleppe den kinderwagen mit viel mühe durch den sand bis zum wasser. zum baden ist es einmal mehr zu kalt, aber steine ins wasser werfen kann man wunderbar. ab und zu gleitet ein pelikan über die wasseroberfläche. diese vögel haben eine ganz besondere art zu jagen. erst segeln sie im tiefstflug über die wasseroberfläche, so dass die flügelspitzen beinahe die wellenkämme streifen. dann steigen sie auf vielleicht zehn meter höhe, um dann unvermittelt die flügel anzulegen und sich kopfüber ins wasser zu stürzen. ob sie dabei etwas erwischen, konnten wir allerdings nie feststellen.

es blässt ein heftiger, kühler wind, so dass wir bald wieder zum motorhome zurückkehren. ich spiele mit den kindern fussball, während susanne das abendessen kocht. heute gehen wir früh zu bett, denn morgen müssen wir um sieben uhr aufstehen, wenn wir rechtzeitig am hafen sein wollen.


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usa97_0416.html / 05-jun-1997 (ra) / reto ambühler